"Wenn man eine Eizelle ohne Penetration befruchten kann, warum sollte eine klardenkende Frau dann die Zeugung ihres Kindes etwas so Primitivem wie dem Geschlechtsakt überlassen?

 

 

 

HELDENHeldenzeugen 4

 

ZEUGEN

 

 

Eine Reproduktionskomödie

von

JOHN VON DÜFFEL

 

 

2 D, 2 H / var. Dek.

UA 18. Januar 2019, Unterföhring b. München / theaterlust München

 

 

Heldenzeugen8Für die meisten der ungewollt kinderlosen Paare führt der Weg in eine Kinderwunschklinik. Hier ist jede einzelne Phase der Fortpflanzung technisch beeinflussbar und kann damit gezielt optimiert werden. Keine andere medizinische Technik hat auf so breiter Ebene unmittelbare gesellschaftliche Konsequenzen: Lebensplanung, Familienmodelle, Geschlechterrollen, bis hin zu einem abgeleiteten Recht auf Fortpflanzung.

 

Heldenzeugen9In dieser Situation befindet sich das Paar Michael und Michaela, als es eine Kinderwunschklinik aufsucht, um endlich das ersehnte Kind zu bekommen. Ihnen stellt sich die Frage, ob sie nicht doch lieber ein Kind adoptieren sollten, und wie oder wer beeinflusst und kontrolliert, wer da geboren wird? Komödiantisch verpackt, deckt diese Komödie die Zwänge auf, die mit dieser Form der Freiheit der Lebensgestaltung einhergehen und hinterfragt, ob man diese überhaupt noch aushalten kann.

 

 

Das sagte die Presse zu dieser Produktion:

 

"Kurzweilige Darstellung, in deren Verlauf sich der männliche Zuschauer so manches Mal fragen konnte, wofür er eigentlich noch gebraucht wird.[...] Sebastian Gerasch spielt den smarten, mal spöttischen mal unterwürfigen Ehemann mit Passion und trifft dabei immer wieder die perfekte Balance zwischen Selbstironie und Resignation. Währenddessen gibt es regelmäßig Gesangseinlagen und musikalische Intermezzi. Die Musiker hinter den durchsichtigen Projektionswänden, auf denen einen freundliche Babygesichter schon fast fordernd anstarren, sind als Spermien verkleidet und verstärken die offensichtliche Ästhetik des Stücks, sich zwischen bewusstem Klischee und Satire zu bewegen."  SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

 

 

Dffel Farbe webJohn von Düffel wurde 1966 in Göttingen geboren. Im Laufe seiner Jugend lebte von Düffel längere Zeit mit seinen Eltern im Ausland: in den Sechzigern in Derry (Nordirland), in den Siebzigern in South Dakota, USA. Studium der Philosophie und Volkswirtschaft an den Universitäten in Stirling (Schottland) und Freiburg im Breisgau. 1989 promovierte er mit einer Arbeit zur Erkenntnistheorie.

Zunächst war er Theater- und Filmkritiker, dann Dramatiker und Dramaturg an verschiedenen Theatern in Stendal, Oldenburg, Basel, Bonn. 2000-2009 Dramaturg am Thalia Theater. Seit der Spielzeit 2009/10 ist er Dramaturg am Deutschen Theater. Er arbeitet daneben als Autor und Übersetzer und seit dem Wintersemester 2010 als Professor für Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin.

Zu seinen Stücken gehören ‚Rinderwahnsinn’, ‚Die Unbekannte mit dem Fön’ sowie ‚Das schlechteste Theaterstück der Welt’, mit dem er 1995 auf den ersten Autorentheatertagen des Schauspiel Hannover entdeckt wurde. Für seinen Debütroman ‚Vom Wasser’ (1998) erhielt er u.a. den Aspekte-Literaturpreis des ZDF, den Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt sowie den Mara-Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg. Es folgten die Romane ‚Zeit des Verschwindens’ und ‚Ego’. Sein Familienroman ‚Houwelandt’ (2004) wurde ein Bestseller und mit dem Nicolas-Born-Preis ausgezeichnet. Sein aktueller Roman heißt ‚Beste Jahre’. Darüber hinaus bearbeitete er Thomas Manns ‚Buddenbrooks’, Theodor Storms Novelle ‚Der Schimmelreiter’, Todd Solondz ‚Happiness’, Thomas Manns ‚Joseph und seine Brüder’ und ‚Herz der Finsternis’ von Joseph Conrad.

2011 wurde seine Bühnenadaption des gleichnamigen Bestsellers von Esther Vilar DER DRESSIERTE MANN erfolgreich am Theater an der Kö in Düsseldorf Uraufgeführt, mit einer Vielzahl an deutsch- und fremdsprachigen Nachspielproduktionen. 2014 wurde seine Bühnenadaption von HEUTE BIN ICH BLOND nach dem gleichnamigen Film von Katharina Eyssen und dem Buch von Sophie van der Stap am Ernst Deutsch Theater in Hamburg uraufgeführt.

Als Auftakt zum Reformationsjahr fand am  25.09.2017  am Theater Münster die Uraufführung seines Stückes MARTINUS LUTHER, eines sehr persönlichen Blicks auf den großen Reformator, statt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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