Grandiose Welturaufführung am Theater St. Gallen!

Und jetzt die gefeierte ÖE am Ronacher in Wien!

 

  

DON CAMILLO & PEPPONEdon camillo peppone 69 musical

 

Musical von

MICHAEL KUNZE und DARIO FARINA

 

Nach „Il Mondo Piccolo“ von Giovannino Guareschi

 

 

UA 30. April 2016 Theater St. Gallen

in Koproduktion mit den Vereinigten Bühnen Wien, ÖE 27. Januar 2017

 

Buch und Liedtexte Michael Kunze

Musik Dario Farina

Musical Supervision & Orchestrierung Koen Schoots

Musikalische Leitung Robert Paul

Inszenierung Andreas Gergen

Bühne Peter J. Davison

Kostüme Yan Tax

Choreographie Dennis Callahan

Licht Michael Grundner

Dance Captain Gabriela Ryffel

Dramaturgie Deborah Maier

 

Besetzung der UA: 

Die alte Gina; Erzählerin Maya Hakvoort

Don Camillo; Pfarrer von Boscaccio Andreas Lichtenberger

Peppone; Bürgermeister von Boscaccio Frank Winkels

Gina Jaqueline Reinhold

Mariolino Kurosch Abbasi

Filotti; Ginas Vater Reinhard Brussmann

Nonno; Ginas Grossvater Walter Andreas Müller

Brusco; Mariolinos Vater Thorsten Tinney

Brusco Dean Welterlen

Laura Castelli Femke Soetenga

Maria; Ginas Mutter Patricia Hodell

Cecilia; eine junge Frau Marja Hennicke

Dottore; Dorfarzt Dean Welterlen

Jesus; Stimme des Gewissens Marlon Wehmeier

Ensemble: André Bauer | Colleen Besett | Florian Fetterle | Marja Hennicke | Patricia Hodell | Franziska Kemna | Gabriela Ryffel | Stéphanie Signer | Michael Souschek | Marco Toth | Matthias Trattner | Marlon Wehmeier | Dean Welterlen

Swing Anna-Carina Buchegger | Wolfgang Postlbauer | Arthur Büscher

Don Camillo & Peppone Band

 

 

don camillo peppone 44 musicalDon Camillo, der Pfarrer von Boscaccio, ist entsetzt. Vorwurfsvoll blickt er zum Kruzifix empor. «Wie konntest du das zulassen?» Jesus antwortet, so sei nun mal die Demokratie, schließlich hätten die Armen Gründe genug, einen kommunistischen Bürgermeister zu wählen. So beginnt die heitere Geschichte über den Pfarrer Don Camillo und seinen Gegenspieler Peppone, den neuen Bürgermeister von Boscaccio.

 

 

don camillo peppone 50 musicalEs ist das Jahr 1947, und der Ort ist ein Dorf in der norditalienischen Poebene. In dem scheinbar verschlafenen Nest wird ein Streit ausgetragen zwischen den tradierten Werten und den Idealen einer sozialen Revolution. Nicht einmal Jesus kann den aufgebrachten Pfarrer besänftigen. Im zurückliegenden Krieg hat er, anders als andere Kleriker, als Partisan gegen die Faschisten gekämpft. Jetzt will er Peppone und seine Genossen bekämpfen. Notfalls mit dem Gewehr, das er in der Sakristei versteckt hat. Der neue Bürgermeister ist für Don Camillo kein Unbekannter. Im Widerstand gegen die überwundene Diktatur stand er sogar an seiner Seite. Doch Peppones politische Richtung lehnt er entschieden ab. Ähnlich entschieden ist die Haltung seines Gegners. Peppone hält sich für den Repräsentanten einer neuen, besseren Zeit. Er kämpft für eine bessere Welt, auch wenn die Schlagworte der kommunistischen Partei sich im Wortschatz dieses einfachen Mannes seltsam ausnehmen. Die Kirche betrachtet er als finstere Macht, die den Fortschritt aufhält.

 

 

don camillo peppone 29 musicalSo treten sie gegeneinander an: listenreich und wortgewandt der eine, sturköpfig und unnachgiebig der andere. Auf der Seite Don Camillos stehen die reichen Gutsbesitzer und konservativen Kirchgänger, hinter Peppone die armen Lohnarbeiter und die fortschrittliche Intelligenz. Die einen verachten die anderen, und nicht selten wird aus Verachtung blanker Hass. Solange es nur um Worte, Ideen und Ansprüche geht, sorgt der Streit nur für Unfrieden im Ort. Doch bald machen eine verheerende Überschwemmung und die rührende Geschichte zweier Liebender deutlich, dass die bedingungslose Konfrontation das Dorf ins Elend stürzen kann. Und die Kontrahenten müssen zusammenhelfen – ob sie wollen oder nicht.

 

don camillo peppone 52 musical 

 

Pressestimmen:

 

„Die Weltpremiere von DON CAMILLO & PEPPONE im Theater St. Gallen wurde mit tobenden Applaus für Cast und Team gefeiert.“ (OTS)

 

 

don camillo peppone 90 musical„Michael Kunze und Dario Farina lassen auf der Bühne des Theaters St. Gallen den Pfarrer Don Camillo und den Kommunisten Peppone in einem temporeich-witzigen Musical gegeneinander antreten. Mit der Zeit scheint auch der sonst so unbeugsame Pfarrer Don Camillo (Andreas Lichtenberger) das zerstörerische all der Konflikte zu erkennen, in deren Mitte er selbst steht. Kunze erzählt das nun nicht aus der Zeit heraus. Er erzählt es in der Rückschau der alten Gina (Maya Hakvoort), was den bunten und mit Tempo erzählten Bilderbogen eine neue Dimension hinzufügt. Wie der Bühnenbildner Peter J. Davinson diese Herausforderungen löst (und die St. Galler Technik sie umsetzt), das ist faszinierend anzuschauen.

 

Zusammen mit den dem Alltag der Nachkriegszeit nachempfundenen Kostümen von Yan Tax und Michael Grundners Lichtregie entsteht ein stimmiges Ganzes. Bewegung, Humor, Witz. Andreas Gergens Regie und Dennis Challahans Choreografie bringen immer wieder Bewegung in die Szenen die Kunze auch im Kleinen mit viel Humor und Witz ausgestattet hat. Das Musical lebt von der Musik, auch hier. Munter wechselt Dario Farina die Stile, abrupt können stille Balladen in stampfenden Rhythmen übergehen und rebellische Chorszenen in melancholische Stimmungen münden. Und alle Facetten finden sich wieder in Koen Schoots vielgestaltiger Orchesterierung. don camillo peppone 76 musicalSo werden Don Camillo und Peppone wieder lebendig – zwei, die von gestern sind und doch auch von heute. Denn zwar gibt es Peppones militanten Kommunismus schon lange nicht mehr, und auch Don Camillos katholische Kirche hat keine unangefochtene Macht mehr. Geblieben aber ist die Neigung vieler Menschen, sich starren Ideologien zuzuwenden, in deren Zentrum nicht der Mensch steht, sondern eine abstrakte Idee – und für die dann manche sogar zu töten bereit sind. Das ist der ernste Kern des heiteren Spiels.“ (St. GallerTagblatt)

 

 

don camillo peppone 40 musical„Große Gefühle hat die "Kleine Welt von Don Camillo und Peppone" schon immer ausgelöst. Das neue Musical von Michael Kunze und Dario Farina riss das tosende Publikum des Theaters St. Gallen am Ende der Welturaufführung am Samstag gar von den Stühlen.“ (BündnerTagblatt)

 

"Italopop statt Agitprop: Die "Don Camillo & Peppone"-Verfilmungen von Giovannino Guareschis Romanen gehören zu den Klassikern der italienischen Filmkomödie. Im Wiener Ronacher erlebte der humorvolle Kampf zwischen einem Dorfpfarrer und einem kommunistischen Bürgermeister nun seine Erstaufführung als Musical - als schmissiges Musiktheater mit mediterranem Aroma...

don camillo peppone 49 musicalDie Koproduktion mit dem Theater St. Gallen, dem im vergangenen April das Recht der ersten Nacht in Form der Uraufführung zugestanden wurde, setzt dabei auf Kulissen, die vom Himmel des Bühnenturms in Rekordzeit herabschweben und so filmisch-schnelle Szenenwechsel erlauben. Auch verantwortet Regisseur Andreas Gergen, Salzburgs Operndirektor, der wieder einmal für eine VBW-Inszenierung verantwortlich zeichnet, nette Regieideen wie kleine Katzen- und Hundepuppen als bewegliche Mitspieler im Geschehen. Alles in allem stellt "Don Camillo & Peppone" so einen mitreißenden, unpathetischen Musicalabend dar, der den Konflikt zwischen links und rechts ins Menschliche auflöst." (Wiener Zeitung)

 

 

Alle Fotos St. Gallen © Andreas J. Etter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Michael Kunze wurde am 9. November 1943 in Prag geboren und wuchs in München auf. Nach einem mit Promotion abgeschlossenen Studium der Rechte begann er Ende der 60er-Jahre als Liedertexter und Schallplattenproduzent zu arbeiten. Für sein Schaffen wurde er u.a. mit 79 Gold- und Platinschallplatten, einem Echo Lifetime Award und dem US-amerikanischen Grammy ausgezeichnet. Mit Elisabeth avancierte er zum erfolgreichsten deutschsprachigen Bühnenautor. Auch seine nachfolgenden Werke Tanz der Vampire, Mozart!, Rebecca, Moses und Marie Antoinette wurden zu internationalen Erfolgen. Als bisher einziger Librettist aus dem deutschen Sprachraum erreichte er den Broadway. Aus seiner Feder stammen, neben Evita auch die deutschen Adaptionen anderer Musicalerfolge wie Cats, Das Phantom der Oper, A chorus line, Disneys Der Glöckner von Notre Dame, Disneys Der König der Löwen, Mamma Mia!, Aida und Wicked. Sein Poporatorium Luther reist 2017 durch Deutschlands größte Hallen. Er ist Autor mehrerer Bücher, TV-Shows, Theaterstücke, politischer Kabarett-Texte sowie einer Oper. Er ist Mitglied der deutschen Dramatiker Union und der US-amerikanischen Dramatists Guild, Inc.

 

 

Dario Farina wurde 1950 in Kairo geboren, studierte in Rom und begann dort seine Karriere als Musiker und Komponist. Seinen Durchbruch hatte er mit Songs wie Felicità, Tu soltano tu und Ci sara, die er für das Duo Albanound Romina Power komponierte, oder auch mit Sara perchè ti amo, Come vorrei, Mamma Maria, Piccolo Amore und Se m‘innamoro für Ricchi e Poveri. Er komponierte ausserdem für deutsche Sänger wie Howard Carpendale (Die Nacht mit Laura Jane), Gitte Hennig, Caterina Valente und Milva und komponierte die Titelmelodie der Kultserie Monaco Franze des Regisseurs Helmut Dietl. Für weitere Filme des Regisseurs wie Rossini und Vom Suchen und Finden der Liebe schrieb er ausserdem die Filmmusik.  In Deutschland gründete er die Orchesterprojekte Munich Symphonic Sound Orchestra und die Golden Sound Academy, bei der er ausserdem als Pianist tätig war. Er war Produzent von Placido Domingo, komponierte für Andrea Bocelli Titel wie La luna che non c’e und gewann als Komponist zweimal das Sanremo-Festival. Seine Titel waren oftmals Nummer-Eins-Hits und wurden vielfach mit Platin und Gold ausgezeichnet.

 

 

Giovannino Guareschi wurde am 1. Mai 1908 in Fontanelle di Rocca Bianca, in der Emila Romana, Italien, geboren. Er war ein bekannter italienischer Schriftsteller und Karikaturist. Er arbeitete anfangs als Redakteur des Corriere Emiliano in Parma, dann als Chefredakteur der humoristischen Wochenzeitung des „Bertoldo“ in Mailand. Er verbrachte zwei Jahre in Kriegsgefangenenlagern in Częstochowa und Benjaminovo (Poniatowa) in Polen sowie in Wietzendorf und Sandbostel in Deutschland. Nach dem Kriegsende gründete er in Mailand die satirische Wochenzeitschrift „Candido“, die er bis 1961 leitete. Im Candido erschienen die ersten Geschichten von Don Camillo und Peppone. Der Verleger Angelo Rizzoli brachte 1948 eine Sammlung dieser Geschichten als Buch heraus und so wurden die bereits in Italien populären Figuren zum Welterfolg.

Giovannino – so wurde er in Italien liebevoll genannt – Guareschi war einer der erfolgreichsten und populärsten italienischen Schriftsteller seiner Zeit. Er bekämpfte mit feinem Humor und treffen­der Satire Fehler im öffentlichen Leben, politische Leidenschaft, Eigennutz und Konformismus. Das Schicksal heißt Clothilde (1942) und Carlotta und die Liebe (1944) waren seine ersten Romane. Viel bekannter aber wurden seine politisch-satirischen Geschichten aus MONDO PICCOLO der Welt von Don Camillo und Peppone. Guareschi hat 347 Geschichten über das Thema geschrieben. Don Camillo und Peppone ("Don Camillo e l'onorevole Peppone", 1948), wurde bald zu einem riesigen Erfolg. Diese Geschichten karikieren mit pointiertem Humor und heiterer Ironie den Kleinkrieg zwischen dem katholischen Dorfpfarrer Don Camillo und dem kommunistischen Bürgermeister Giuseppe Bottazzi, genannt Peppone. Das Duo Don-Camillo-Peppone wurde dem europäischen Publikum hauptsächlich durch die gelungenen Verfilmungen bekannt. Guareschi war bereits 1949 als Drehbuchautor in Erscheinung getreten; auch 1963 war er neben den Don Camillo-Filmen auf diesem Gebiet nochmals tätig. 1962 inszenierte er den zweiten Teil von La rabbia, einen Dokumentarfilm. Die Einstellung des „Candido“ durch den Herausgeber beeinträchtigte Guareschis angegriffene Gesundheit immer mehr, wodurch seine Alterswerke einen verstärkten Hang zur Melancholie bekamen.

Giovanni Guareschi starb am 22. Juli 1968 an einem Herzinfarkt. Er wurde auf dem Friedhof von Roncole beigesetzt.

 

 

 

 

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