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Die Tourneeproduktion von theaterlust wurde für den INTHEGA-Preis “DIE NEUBERIN 2016″ nominiert.

  

 

“Unrecht und Vergeltung – spannend und mitreißend

 

 

DIEWanderhure 45

 

WANDERHURE

 

 

von INY LORENTZ

Schauspiel nach dem

gleichnamigen Bestseller-Roman

 

Bühnenbearbeitung von

DANIEL HOHMANN

 

4 D, 5 H, / variable Dek.

 

Tournee-Premiere 26.02.2016 Bürgerhaus Unterföhring, theaterlust München

 

 

Nach dem umjubelten Freiluft-Ereignis der UA-Bühnenfassung des Historienkrimis DIE WANDERHURE von Iny Lorentz vor der Bad Hersfelder Stiftsruine, folgte die Tourneeproduktion des Stückes in der Bearbeitung von Daniel Hohmann mit einem triumphalen Erfolg im deutschsprachigen Raum.

 

Inszenierung Thomas Luft

Komposition/Musik Georg Karger

Choreografie Sebastian Eilers

Bühne Erwin Kloker und Eva Lüps, Kostüm Sarah Silbermann

Lichtdesign Thomas Niedermaier

Es spielen Anja Klawun, Yasmin Ott, Pia Kolb, Eva Wittenzellner, Stefan Rihl, Benjamin Hirt, Johannes Schön, Reinhold Behling, Gregor Eckert

 

 

Wanderhure 5 Konstanz im Jahre 1410: Marie, Tochter des wohlhabenden Tuchhändlers Matthis Schärer gilt als das begehrteste heiratsfähige Mädchen der Stadt. Was keiner weiß, Marie liebt Michel, den Sohn eines Schankwirts. Eine Verbindung weit unter ihrem gesellschaftlichen Stand. Der Vater hat längst schon andere Pläne für seine Tochter. Durch die Heirat mit Ruppertus Splendidus, dem Sohn des Reichsgrafen Heinrich von Keilburg soll Marie in den Adelstand erhoben werden. Niemand ahnt, dass hinter Ruppertus Antrag ein teuflischer Plan steckt, der nur auf das Vermögen der Familie Schärer abzielt.

 

Der Ehevertrag ist kaum unterschrieben, da wird die noch jungfräuliche Marie der Hurerei bezichtigt und soll sich vor ein Kirchengericht bekennen. In der Nacht vor dem Prozess wird die wehrlose junge Frau im Kerker von ihren Häschern brutal vergewaltigt. Gekaufte Zeugen und gefälschte Beweise führen zu Ihrer Verurteilung und Entehrung, Marie wird auf Lebenszeit aus ihrer Heimatstadt verbannt. Weil sie sich der Aufforderung zum Schuldeingeständnis verweigert, erfolgt eine öffentliche Auspeitschung am Schandpfahl. Marie wird fast totgeschlagen. Ihren geschundenen Körper schafft man wie Abfall an die Stadtgrenze.

 

Wanderhure28Eine Gruppe fahrender Prostituierter findet das Mädchen und nimmt es mit. Maries Lebenswille besiegt das Wundfieber, langsam kommt sie wieder zu Kräften. Ihre Abscheu ist zuerst groß, als ihr bewusst wird, in welcher Gesellschaft sie sich befindet. Rechtlose Huren, denen nur der eigene Körper zum Überleben bleibt. Aber Marie hat keine Wahl, auch sie muss sich als „Hübschlerin“ verdienen. Die Frauen zeigen ihr, worauf es ankommt. Und Marie lernt schnell. Getrieben von ihrem Verlangen nach Gerechtigkeit, streift sie ihre alte Identität ab und wird zur perfekten Wanderhure. Mit der schwangeren Mechthild von Arnstein , die für die Zeit bis zur Niederkunft eine angemessene Gespielin für ihren Gatten sucht, bietet sich für Marie die ersehnte Chance. Denn über die einflussreiche Familie von Arnstein führt eine Spur zu dem Mann, der ihr Leben zerstört hat. So reift ein verwegener Plan …!

 

Mit dem historischen Roman DIE WANDERHURE gelang dem deutschen Autorenpaar Iny Lorentz 2004 ein Werk, das sogleich als Hardcover und 2005 als Taschenbuch auf der Bestsellerliste stand mit einer Auflage von insgesamt 1,24 Millionen, dem bis 2011 vier weitere Teile mit einer Gesamtauflage von 4,5 Millionen Büchern folgte. Der Titel wurde u. a. auch in folgenden Sprachen übersetzt: Französisch, Italienisch, Koreanisch, Litauisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch. Die englische Übersetzung für die USA und England wurde 2014 veröffentlicht.

 

Wanderhure 22Der Film ist die aufwändigste und teuerste TV-Produktion aller Zeiten im deutschsprachigen Fernsehen. Mit DIE WANDERHURE wurde erstmals die Verfilmung eines historischen Romans in der Primetime von SAT1und ORF ausgestrahlt.

Für die Darstellerin der Wanderhure Marie konnte SAT.1 niemand Geringeres als die mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnete Schauspielerin Alexandra Neldel, gewinnen.

Das Drama um die Kaufmannstochter Marie Schärer lockte im Oktober 2010 knapp 10 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme und wurde vier Monate später als erfolgreichstes deutsches TV-Movie mit dem DIVA Publikumspreis ausgezeichnet.

 

 

Wanderhure 21Presse:

 

„Der Premierenabend endet mit einem frenetischen, rhythmischen Applaus: Das Ensemble hat mit seiner Adaption des Romans die rund 400 Zuschauer begeistert. In zwei intensiven Stunden entfaltet sich eine ganz eigene Farbe, eine ganz eigene Atmosphäre. Das funktioniert hervorragend.“ (Münchner Merkur)

 

Wanderhure 27„Begeisternde Inszenierung der „Wanderhure“ mit einer großartigen Titelheldin (Anja Klawun). Das Schicksal der Wanderhure wurde zum bedeutungsvollen Spiel einer Zeit, zum Exempel, das auf dem Rad der Geschichte immer wiederkehrt. So war das Bühnenbild ein symbolisches Raumspiel der Akteure, Rahmengebilde („Stelen“) dienten als Kerkerzelle und Liegeflächen von Lust und Leid, als Folterkammer und Schutzraum für Huren und Herrscher. Das Ensemble „baute“ in agiler Choreografie die je für sich variablen Räume, ob mit langen Tüchern im Blutrot und im Unschuldsweiß oder kahl und verwirrend verkeilt im Kerker oder als Scheiterhaufen. Die ewige Gültigkeit des Themas spiegelte sich in der expressiven Live-Musik von Georg Karger, der im Schatten des hinteren Bühnenraums auf der Ukulele und Viola da gamba Szenenmusik einspielte, die klanglich nahe am Beginn der Renaissance war. Mit spontanem Zwischenapplaus wurde der Huren-RAP bedacht, perfekt als Übergang in unsere Zeit … So muss Theater sein!“ (Münsterländische Volkszeitung)

 

Wanderhure 19 „Was dem grandiosen Ensemble sowie dem gesamten Kreativteam von Theaterlust in der Umsetzung des Schauspiels von Daniel Hohmann da gelungen ist, muss als eine besonders wertvolle und intelligente Theaterinszenierung bezeichnet werden. Das Publikum im ausverkauften Theater an der Wilhelmshöhe verfolgte das temporeiche und spannend inszenierte Stück sehr konzentriert und sehr berührt. … Alles an dieser Inszenierung ist aufs Feinste aufeinander abgestimmt. Moderne Stilmittel standen im engen Kontext zu den historisch angelegten Kostümen und verbanden den historischen Stoff mit der Gegenwart. Livemusik und ein tolles Lichtdesign sorgten für berührende Stimmungen.“ (Neue Osnabrücker Zeitung/Lingen)

 

Wanderhure 42„Es war einer der spannenden Höhepunkte der zu Ende gehenden Theater-Saison.Die Wanderhure" nach dem gleichnamigen Roman von Iny Lorentz war endlich ein Stück, das den Namen Theater verdient. In dem ein Schauspiel-Team agiert, das Theater als Leidenschaft lebt, in dem ein uraltes Thema so über die Rampe transportiert wird, dass jeder im Saal merkt, es hat sich in unserer Gesellschaft seit dem Mittelalter nicht viel geändert. Frauen werden immer noch unterdrückt und geschändet, und einer der aktuellsten Sätze war "Europa dürstet nach Gerechtigkeit, nach Frieden". Keine seichte Unterhaltung, sondern ein Stück, das nachhallt, das trifft und so gar nicht komisch ist. Anja Klawun beherrscht in der Titelrolle die gesamte Szene, eine Schauspielerin, die sich dieser Rolle bis zur Schmerzgrenze aussetzt, lacht, weint, tobt und leidet, rebelliert und stolz ihr Recht zurückfordert. Welch' eine Bühnenpräsenz!“ (Hamburger Abendblatt)

 

„Es gibt einen Historienroman, der auf der Hitliste der Lesergunst schnell an die Spitze geklettert ist und zum Bestseller wurde. Es gibt ein opulentes TV-Drama mit Zuschauerrekorden, das gleichwohl nicht bei allen Kritikern auf Begeisterung stieß. Und jetzt gibt es das Mittelalter-Drama um "Die Wanderhure" auch als Theaterstück. Und selbiges wurde nicht nur bei seiner Premiere zu Beginn des Jahres mit frenetischem Applaus überschüttet. Es setzt seinen Siegeszug durch die "Theaterprovinz" fort. So auch in Bensheim...“ (Bergsträßer Anzeiger / Bensheim)

 

Wanderhure 40„Manche Theateraufführungen werfen einen langen, erwartungsvollen Schatten voraus. Gerade dann, wenn nach dem Besteller von Iny Lorentz auch schon eine Verfilmung erfolgte und somit die Messlatte ganz nach oben gelegt wurde. Was dann aber auf der Bühne des Stadttheaters Minden als Schauspiel von Daniel Hohmann gezeigt wurde, war wirklich großartig.

Eine vollkommen eigenständige Inszenierung und Interpretation der Geschichte ließ den Theaterschauspielern soviel Raum, dass etwas ganz Eigenständiges und Modernes dabei entstand. Und das fing schon beim Bühnenbild an. … In Kombination mit den aufwendigen Kostümen der Protagonisten und durch perfekt eingesetzte Lichteffekte wurde ein Ambiente auf die Bühne gezaubert, welches geschickt stilistisch ein geradezu magisch düsteres Bild des frühen 15. Jahrhunderts zeigte.“ (Mindener Tageblatt)

 

 

 

Fotos © Hermann Posch

 

 

 

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