„Ein starker Theaterabend - und ein kluger Beitrag zur politischen Gegenwart“

 

 

 

FRÜCHTE DES ZORNSFrüchte des Zorns 21518 Web

 

von FRANK GALATI

 

 

 

Nach dem Roman von John Steinbeck

Deutsch von Gottfried Greiffenhagen

und Bettina von Leoprechting

 

 

Tony Award „Bestes Stück“ und „Beste Regie“ 1990

 

UA 1988 Dundee Repertory Theatre , Dundee / Steppenwolf Theatre, Chicago

1989 Royal National Theatre, London

1990 Cort Theatre, New York City

DSE 1992 Wuppertaler Bühnen

2016 Hessisches Landestheater Marburg

 

Premiere 31.03.2017 Theater Ingolstadt

 

Regie: Jochen Schölch

mit: Mara Amrita, Sarah Horak, Sandra Schreiber, Teresa Trauth, Ulrich Kielhorn, Péter Polgár, Maik Rogge, Béla Milan Uhrlau, Matthias Zajgier

 

 

Früchte des Zorns 21532.WebDie USA in den 1930er Jahren. Hoch verschuldete Farmer und Grundbesitzer werden von Oklahoma und Arkansas als Wanderarbeiter von skrupellosen Agenten nach Kalifornien gelockt. Zu Hunderttausenden ziehen sie die Route 66 entlang gen Süden. Unter ihnen die zwölfköpfige Familie Joad, die sich mit dem ehemaligen Priester Casy auf den Weg macht. Die einen sterben auf dem Treck, die anderen suchen das Weite. Tochter Rose gebiert ein totes Kind, trotzdem bleibt ihre Lebenskraft ungebrochen, wie die ihrer Mutter. Doch statt des gelobten Landes finden sie auch am Ziel nur Hunger, Ausbeutung, Elend und Fremdenhass.

Um die Auffanglager authentisch beschreiben zu können, begleitete John Steinbeck einen solchen Treck selbst gen Westen. Die Reaktionen auf den Roman ließen nicht lange auf sich warten: Von Politikern und Bischöfen verdammt, wurde Steinbeck als Volksverhetzer und Klassenkämpfer verurteilt – und als Stimme der Unterdrückten und Ausgebeuteten gefeiert.

 

 

Frank Galati in einem Interview der New York Times zu der Broadwaypremiere 1990:

„1990 ist das Ausmaß an Not und Leiden genauso schlimm wie vor fünfzig Jahren, als das Buch geschrieben wurde. Und damit ist keineswegs nur die Masse der Obdachlosen gemeint, der Gewalttätigen und Betäubten. Nein, wir, die ganze Nation, sind zwar reich und fett, verhungern aber, was unsere geistigen Werte betrifft.“ ( Nach „DIE ZEIT“ Nr. 42, 1990)

 

 

und das sagte die englischsprachige Presse:Früchte des Zorns 21522.Web

 

“A majestic adaptation… makes Steinbeck live for a new generation. […] Mr. Galati strips away sentimentality and cheap optimism.” (The New York Times)

 

“An impressive sense of scale and a brutally modern aesthetic […] Tackles a classic with courage, freshness and verve” (The Times)

 

“A play that has something to say and know how to say it. […] The Grapes of Wrath is a lesson in history, stagecraft, and truth that we cannot afford not to learn.” (New Yorker)

 

“A thrilling stage spectacle” (Variety)

 

„Despite the grimness, director-adapter Frank Galati finds many small moments of decency, charity, humor and hope.” (TIME)

 

 

und das sagte die deutschsprachige Presse zu der Ingolstädter Produktion 2017:

 

Früchte des Zorns 21528.Web„Seine Inszenierung des 1939 verfassten Landarbeiterromans ist eine Studie in Grau, bildgewaltig, packend und unbedingt sehenswert.“  (Süddeutsche Zeitung)

 

„Jochen Schölchs Inszenierung im Großen Haus des Stadttheaters Ingolstadt auf vordergründig aktualisierende Fingerzeige verzichten. Der Text spricht für sich. […] eine künstlerisch hochwertige, inhaltlich sehr bewegende Produktion, die vom Premierenpublikum mit starkem Beifall bedacht wurde.“  (Augsburger Allgemeine)

 

„Jochen Schölch hat den Stoff nun auf die große Bühne des Stadttheaters Ingolstadt gebracht - in einer verdichteten, kraftvollen, hoch ästhetischen Form. […] Am Ende, wenn das Licht verlöscht, gibt es im Publikum einen Moment der Stille. Betroffenheit? Unbehagen? Nachdenklichkeit? Dann folgen Bravorufe und großer Applaus. Ein starker Theaterabend - und ein kluger Beitrag zur politischen Gegenwart.“   (Donaukurier)

 

„Am Stadttheater Ingolstadt ist […] nun in der Regie von Jochen Schölch ein ungemein dichter, berührender, konzentrierter, bildstarker, schlicht und einfach großartiger 80-minütiger Theaterabend geworden.“  (Landshuter Zeitung)

 

„Mit den bühnenbreiten Projektionen authentischer Schwarzweiß-Fotos von den Flüchtlingskarawanen auf der Route 66 und dem Elend der Arbeitslosen, mit einer elegischen Soundcollage und einem Wechsel zwischen Rollenspiel und chorisch-distanzierter Betrachtung hat Regisseur Jochen Schölch die Stationen der Abwärtsspirale der Migrantenfamilie Joad zu einer atmosphärisch düster aufgeladenen Gesamtwirkung zusammengebunden.“   (Kulturkanal Ingolstadt)

 

 

Fotos © Jochen Klenk

 

 

 

 

 

 

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