Eine höchst amüsante, spannende und intelligente Komödie über das Geld und über die Gier“

 

 

ALS OB ESAls ob es regen würde 16 6961

 

REGNEN WÜRDE

 

(Comme s’il en pleuvait)

 

Komödie von

SÉBASTIEN THIÉRY

 

Deutsch von Gerda Poschmann-Reichenau

2 D, 2 H / Einheitsdekoration

UA 07. September 2012 Théâtre Edouard VII, Paris

 

DSE 09. Oktober 2016 Komödie am Kurfürstendamm, Berlin

Regie: Herbert Herrmann

Bühne: Anja Wegener, Kostüme: Nora von Collande

mit Herbert Herrmann, Nora von Collande, Uwe Neumann und Marie Wolff

 

 

Als ob es regen würde 16 6031Ein ganz normales Ehepaar führt ein ganz normales Leben. Laurence ist Schuldirektorin, Bruno Anästhesist. Von einem Tag auf den anderen gerät ihre bisher heile Welt aus den Fugen. Denn in der Wohnung von Bruno und Laurence gehen seltsame Dinge vor. Es beginnt damit, dass Bruno beim Heimkommen einen 100-Euro-Schein auf dem Tisch findet, den keiner der beiden dorthin gelegt haben will. Schon darüber gerät das Ehepaar beinahe in Streit, bis Bruno beschließt, dass sie von diesem Geld einfach essen gehen. Doch als am nächsten Morgen viele weitere Scheine im Wert von fast 1500 € auf dem Boden herumliegen, wird den beiden die Sache unheimlich. Wo kommt das Geld her? Wem gehört das Geld? Ist dieser plötzliche Reichtum eine Chance oder ein Fluch? Steckt die spanische Haushaltshilfe dahinter? Oder hat der obskure neue Nachbar etwas damit zu tun? Wer ist für das immer größer werdende Chaos verantwortlich?

 

Die Situation spitzt sich zu - gegenseitige Verdächtigungen bringen Bruno und Laurence nervlich an ihre Grenzen. All die Fragen, die sie diskutieren, weil das Geld sie dazu bringt, sind dabei durchaus Probleme, die sie – unausgesprochen – bereits vor dem Geldsegen hatten: Unzufriedenheit mit dem Beruf, Eifersucht und Frustrationen. Geschickt sind die Dialoge so aufgebaut, dass sich das Gespräch immer wieder von seinem Ausgangspunkt – dem rätselhaften Geldregen – entfernt und grundsätzliche gesellschaftliche Fragen zur Sprache bringt.

 

Und das sagte die Presse:

 

Als ob es regnen würde 16 6114 15x21„Ach, wäre das nicht schön, reich zu sein? Man könnte das Geld mit vollen Händen ausgeben, ohne darauf zu achten, was auf dem Preisschild steht. Ein Anzug von Dolce & Gabbana, eine Handtasche von Louis Vuitton - alles kein Problem. Boulevardtheater ist nicht nur Lachen, es ist das hintergründige Spiel mit den Eitelkeiten, in dem sich jeder erkennen kann, weil es das wahre Leben ist. Da macht es gar nichts, dass das Stück eher abstrus und offen endet.“ (Märkische Oderzeitung online)

 

„Als ob es regnen würde“ stammt von dem französischen Autor Sébastien Thiéry, in Frankreich war das Stück ein großer Erfolg. Die Protagonisten sind dort politisch eher links einzuordnen, dass ihnen der Kapitalismus so ins Haus flattert, beunruhigt sie in ihren Überzeugungen. „Früher warst du gerechter“. Das Geld verändert dieses zu Anfang so ausgesucht fröhliche Paar. Es macht ihnen Angst, es treibt sie auseinander. "Beim Geld hört die Gemütlichkeit auf“, hatte es der Hamburger Kaufmann David Hansemann im 19. Jahrhundert für alle Zeiten auf den Punkt gebracht. Das Publikum folgt Herbert Herrmann mit großer Grundsympathie. So ist es ein unterhaltsamer Abend, zurück bleibt die Frage, die Autor Sébastien Thiéry stellt und die uns Richtung Decke blinzeln lässt: was würde man selbst machen, wenn es daheim plötzlich von der Decke regnet? (Berliner Morgenpost)

 

 

Fotos © Thomas Grünholz

 

 

 

 

drucken nach oben
Datenschutz | Impressum | Disclaimer

© 2017
AHN & SIMROCK Bühnen und Musikverlag GmbH
Hamburg